BITTE WEGRIECHEN!
16. April 2009Fragt mich nicht wie es passiert ist, aber irgendwie war ich auf der Suche nach einem Diktiergerät auf ebay und bin in meiner surfenden Verträumtheit auf folgenden Absatz bei Wikipedia zum Thema Frettchen gestoßen:
“Frettchen haben ihren typischen Eigengeruch, der schwer zu beschreiben ist. Der Geruch kann von pfefferminzähnlich (im Schwanzbereich) bis hin zu älteren Pilzen gehen. Welpen riechen nach Blütenhonig. Die Pfoten riechen kaum, nur manchmal nach Popcorn. Es ist eine Geschmacksfrage, ob man den Geruch mag oder nicht. Der Ohrenschmalz ist rotbraun und riecht nach Brühwürfel.”
Richtig. Klingt zwar nicht gerade “schwer zu beschreiben”, aber irgendwo auf der Welt sitzt ein Typ auf seinem Sofa, hält ein Frettchen in der Hand und katalogisiert dessen Gerüche bei einem Glas Rotwein. Ist das der Moment an dem ich ernsthaft Angst vor der Menschheit bekommen sollte? Ich habe große Sorge, dass mein Nachbar in diesem Moment mit seiner Nase am Rektalbereich seiner Minka stöbert. Und morgen vorm Briefkasten berichtet er mir, dass genau dieser Bereich nach Kokosmilch mit einem Hauch Vanille riecht… aber kaum und wirklich nur manchmal!
Einen Wimpernschlag später erfährt man von seiner Kassiererin, dass ihr Wellensittich Pfiffi Mundgeruch hat. Es sei aber nicht so schlimm, er rieche nämlich nach frisch gerösteten Maiskolben aus der Provence. Da ich clever bin, konter ich sofort mit meinem Fachwissen und rate der Strichcode-Prinzessin, dass sie Pfiffi einfach mal mit ihrem “Creme brulee” Bunzenbrenner von Tchibo die Rübe versengen solle. Bei fachgerechter Anwendung würde das dann nach den Popcorn-Pfoten eines Frettchens riechen. Schon steht es Eins zu Null für mich!







Wer kennt ihn noch nicht, unseren frisch gefederten Vincent Pechvogel. Den einzigartigen Matthias Reim aus der Anderswelt mit seinem One-Hit-Wunder “Verdammt es klappt nicht, jetzt klappt es doch!”. Ja, das ist ein Mann auf dem Höhepunkt seiner Mauserzeit. Da ziehe ich voller Ehrfurcht meine Herzhand vor.